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AKL-tec und VETTER entwickeln multidimensionales Erkennungssystem für Gabelstapler
In der modernen Intralogistik entscheidet die zuverlässige Erfassung von Gewicht, Volumen und Ladungszustand über Sicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Die AKL-tec GmbH und die VETTER Industrie GmbH haben gemeinsam ein System entwickelt, welches diese Parameter direkt am Gabelstapler in Echtzeit und während der Fahrt erfasst. Die von AKL-tec entwickelte Sensorik- und Softwareplattform macht damit die „dunkle Seite der Fracht“ sichtbar und schafft neue Prozessstandards im Warenumschlag.
Bereits 2022 startete die Kooperation zwischen AKL-tec und VETTER im Rahmen eines staatlich geförderten Forschungsprojekts mit der TU München. „Unser Ziel war die Entwicklung eines mobilen, nachrüstbaren Systems für Gabelstapler zur direkten Erfassung von Gewicht, Volumen, Gewichtsverteilung und Beschädigungen“, erläutert AKL-tec Geschäftsführer Rüdiger Elben die Idee. Denn in der logistischen Lieferkette erfolgt die Ermittlung dieser Daten vielerorts noch manuell oder stationär - häufig in getrennten Arbeitsschritten, was Prozesse verlangsamt und fehleranfällig macht. Hinzu kommt das Risiko unerkannter Beschädigungen oder fehlerhafter Lastverteilungen, was den Materialfluss zusätzlich beeinträchtigt.
Als Ergebnis der Zusammenarbeit bieten die beiden Fachunternehmen nun eine Lösung, die Lastmessung, Volumendetektion und Schadenserkennung in einem einzigen Arbeitsschritt vereint. Möglich wird dies durch die Kombination der SmartFork-Technologie von VETTER mit der Sensorik-, Bildverarbeitungs- und Softwarekompetenz von AKL-tec. Während des Transports erfasst die intelligente Gabelzinke automatisch alle relevanten Daten – ohne Unterbrechung des Materialflusses. Manuelle Messungen und stationäre Kontrollen entfallen.
Während VETTER das Lastmesssystem auf Basis spezieller Sensoren in der Gabelzinke entwickelte, übernahm AKL-tec die Konstruktion und Mechanik der ausfahrbaren Kameraeinheit, entwickelte eine Rückwärtskamera für den toten Winkel und realisierte die vollständige Fusion aller Sensordaten zu einem einheitlichen, in Echtzeit auswertbaren Systembild „Wir wollten ein All-in-One-System schaffen, das bisher getrennte Arbeitsschritte zusammenführt und zugleich die Arbeitssicherheit erhöht", erklärt Dipl.-Ing. Tobias Weyl, Leiter Geschäftsfeldentwicklung bei VETTER. „Das Ergebnis zeigt, was möglich ist, wenn Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen eng zusammenarbeiten."
Die von AKL-tec aufbereiteten Mess- und Bilddaten lassen sich unmittelbar mit Warenwirtschafts- und Logistiksystemen verknüpfen und eröffnen neue Möglichkeiten für die Automatisierung im Materialfluss. AKL-tec und VETTER sehen in dem Projekt den Ausgangspunkt für weitere gemeinsame Entwicklungen in der Intralogistik 4.0.